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DDR-Wochen im Supermarkt

Wir haben ja noch ein Kilo Mehl. Aber man hätte ja schon gerne die Möglichkeit, welches kaufen zu können. Geht aber nicht. Seit einer Woche sind die Regale leer.

Ebenfalls Ebbe beim Toilettenpapier. Ein Nachbar meinte sarkastisch: »Backen und Ka...«. Heute gabs immerhin eine Palette voll vom grauen Recyclingpapier. Jeder nur ein Kreuz. Dafür ist die Fleischtheke berstend voll. Verhungern werden wir noch nicht.

Es gibt jetzt viele Klebebandmarkierungen im Markt: damit der nötige Abstand an den Frischetheken eingehalten wird, der Abstand bei den Kassen.

Die Kassendamen hat man mit zusätzlichem Plexiglas ein wenig zu schützen versucht. Außerdem wird auf bargeldlose Zahlung gedrängt. Ich frage lieber nicht, ob die Tastatur dieses Dingsbums für die PIN jemals auch nur feucht gewischt wurde.

Man lacht leicht verlegen aus der Ferne miteinander. Zwischendrin patroulieren Wachmänner, die auf Einhaltung der Abstände achten. Ok, das ist überspitzt, sie weisen auch auf Kassen mit weniger Andrang hin.

Die erste Home-Office-Woche geht zu Ende. Habe gelernt, dass das VPN unterdimensioniert ist und nur in dringenden Fällen genutzt werden soll. Videokonferenz darf man gar nicht wegen der Bandbreite. Und die Rufnummerweiterleitung der Bürotelefone auf die Handys wird wegen Überlastung eingestellt.

Blöderweise habe ich in meinem Kellerarbeitszimmer nur am Fenster Handyempfang. Deswegen sitze ich bei Telefonkonferenzen am Küchentisch. Alles in allem ist es ok.

Schaun'wer mal.

Pflaumenblüte

Seit langem einmal wieder das Zeiss-Objektiv auf die D90 geschraubt und durch den Hof gelaufen. Muss wieder mehr von Hand fokussieren üben. Das Bild erschien mir einigermaßen brauchbar.

Foto
Nikon D90, Zeiss Distagon 2/35

Home Office

Weil die aktuelle Lage DIE Chance bietet die Welt zu retten, indem man einfach nichts tut und daheim bleibt, wurde auch in unserer Gruppe Home Office dringend empfohlen.

Also sitzen jetzt alle mit Laptop und Mobiltelefon bewaffnet daheim und fluchen über mangelhafte Internetkapazitäten. Naja, eigentlich geht es sogar noch überraschend gut.

Meine Hochachtung allen Medizinern, Pflege- und Rettungskräften.

Und jenen Helden des Alltags, die z. B. bei den aktuellen Abstandshaltempfehlungen trotzdem an Supermarktkassen sitzen und das Lamento über leere Mehl-, Toilettenpapier-, Kartoffel-, Konserven- und Desinfektionsmittelregale über sich ergehen lassen müssen.

Bleibt gesund!