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Neue Podcastfolge online: Der blaue Brief

Wer mein Blog nicht im Podcatcher hat (was ist das denn?): es gibt eine neue Folge im Podcast Klausgesprochen.

»Der blaue Brief«, eine Kurzgeschichte vom Blog »Geschichten und Meer«.

Normalerweise mache ich die Anmoderation frei; in diesem Fall hatte ich mir vorher alles aufgeschrieben, damit alles »auf dem Punkt« ist.

Aufnahme, Text- und Musikschnitt haben für diese knapp 12 Minuten Podcast etwa anderthalb Stunden gedauert. Nicht gerechnet die Vorbereitungen wie die Suche nach einer passenden Musik (Danke, Rahel!), die Leseproben, das Nachdenken, wie der Text am besten zu lesen sei.

Hoffe die Geschichte gefällt Euch bzw. regt Euch zum Nachdenken an. Mich hat sie jedenfalls voll erwischt.

Was braucht man für einen Podcast?

"Ein Freund von mir möchte zusammen mit mir einen Podcast machen. [...] Was braucht man?"

Als Erste Hilfe hatte ich die Links meines Namensvetters geschickt:

Der Namensvetter findet sich auch auf Twitter unter https://twitter.com/KBMusicmc

Vielen Dank!

Jetzt die ausführliche Antwort von mir im Blog:

It depends.

  • Mikrofon
  • Aufnahmegerät
  • Webspace
  • RSS-Feed mit allem, was sich Podcatcher wünschen
  • Feed bei itunes (das war zumindest früher am wichtigsten, gibts das noch?), fyyd.de, podcast.de, stitcher und Co anmelden, damit er gefunden wird. Früher (?) galt, wenn der Podcast bei iTunes angemeldet ist, kann man den Rest vernachlässigen.

Über jeden dieser Punkte könnte man ein Buch verfassen. Ich schwafle mal einfach drauf los.

Man kann ein USB-Mikrofon nehmen, hat den Vorteil, dass man sonst nichts braucht. Einfach über USB in den PC einstöpseln, fertig. Einige haben auch noch einen Kopfhöreranschluss.

Eine andere Lösung wäre ein Interface wie z. B. das Focusrite Scarlett 2i2 mit Anschlussmöglichkeit für 2 Mikrofone über XLR oder Klinkenstecker (Klinke will man aus Gründen, die ich vergessen habe nicht), Ausgang USB.

Nachteil: kostet mehr. Vorteile: die Wandler sind (hoffentlich) besser als die in USB-Mikrofonen, man kann 2 Mikrofone anschließen. Wenn man sich andere Mikrofone kauft, kann man das Interface weiternutzen.

Es gäbe auch die Alternative eines Handheldrecorders. Der Podcast "Hörgestalten" von der Lauscherlounge wird mit einem Zoom H4N Pro aufgenommen.

Ich hab schon lange einen Tascam DR40. Hab mal schnell eine Demoaufnahme gemacht, die ich hier einbinde. Klingt gar nicht übel. Abgesehen vom leichten Rauschen auf dem rechten Kanal, für das ich die Ursache noch nicht gefunden habe (für die Feedleser: das wird evtl. nur auf der Webseite richtig angezeigt).

Herunterladen als mp3-Datei.

Manche High-End-Podcaster wie Tim Pritlove schwören auf ein Beyerdynamic-Headset. Was nicht mein Ding ist, weil teuer (naja, im Vergleich zu Schoeps nicht wirklich) und weil ich beim Sprechen lieber keinen Kopfhörer trage.

Wichtiger Hinweis: wenn der Raum hallig wie ein Bad ist, klingt die Aufnahme schlecht. Je besser das Mikrofon, desto eher hört man die Schwächen des Raums bis hin zum Husten des Briefträgers am Tor.

Außerdem komprimiert man die Aufnahme fürs Internet üblicherweise auf 128 kbit/s, damit verliert man sowieso einiges an Sound. Was bei billigen Kopfhörern weniger auffällt als bei teuren.

Podcasts sind ja eigentlich sowas wie Audio-Blogs. Deshalb nutzen viele Wordpress. Entweder direkt bei Wordpress oder auf eigenem Webspace.

Mit dem Bloghosten bei Wordpress habe ich keine Erfahrung; Vorteil ist sicher, dass man sich um wenig kümmern muss.

Die mp3-Dateien lädt man ins Blog hoch (so wie z. B. Fotos).

Es gibt verschiedene Plugins für Wordpress, die daraus Podcast-Feeds erstellen.

Achso, was ist ein Feed? Wenn man den Podcast nicht direkt über die Webseite hört, verwendet man üblicherweise eine sog. Podcatcher-App auf dem Handy. Die "fragt" regelmäßig die Webseiten der abonnierten Blogs auf neue Folgen ab, bzw. liest die Daten im Feed.

Eigentlich ist das so ähnlich wie beim Blog, für das es auch Feedreader gibt. Nur dass Apple damals eine Menge zusätzliches Zeug in die Audio-Feeds mit eingebaut hat, die abgefragt werden.

Also für diese Verteilung braucht man ein Plugin, das einen Feed erstellt. Ich hab einfach geschaut, was Leute wie Tim Pritlove oder "Die Lage der Nation" verwenden und festgestellt, dass da überall die Tools von https://podlove.org verwendet werden.

Alternativ kann man den Feed auch über feedburner von Google erstellen lassen, das nutzen z. B. die Damen von ClueWriting.

Vorteil: Die Google-Suche kennt neue Folgen sofort. Nachteil: Wenn Google irgendwann beschließt, den Feedburner-Service einzustellen (was ja nicht selten vorkommt, dass Google etwas einstellt), verlieren die Podcatcher ersteinmal die Verbindung zu Deinem Podcast, weil sie ja über die xxxx.feedburner.com Adresse zugreifen, statt direkt auf Deinen Kram.

Zum Schnitt nutze ich Audacity. Als Nachbearbeitung verwende ich Compressor, Verstärkung und neuerdings einen Limiter, weil aus mir (noch) nicht verständlichen Gründen beim Zusammenrühren aller Spuren für den Podcast manchmal im Ergebnis plötzlich Übersteuerungen drin sind.

Früher habe ich auch ein bisschen EQ genutzt, das lasse ich lieber, weil ich keine Ahnung und zu schlechte Ohren dafür habe.

Fun fact: David Nathan atmet relativ laut. Das ist mir erst im Hörgestalten-Podcast beim "Lesungsteil" aufgefallen. Auf Anfrage dort bekam ich zur Anwort, dass die bei Hörbüchern immer einen Expander einsetzen, um das zu reduzieren. Beim Podcast anscheinend nicht.

Leider scheint es keinen Expander für Audacity zu geben :-/

So, jetzt hoffe ich, dass ich Dich mit diesem unstrukturierten Geschwafel nicht erschlagen habe.

Als Infoquelle könnte ich noch das Podcaster-Forum Sendegate und das Hörspielforum Hoer-talk.de empfehlen.

Und den Youtube-Channel vom Booth Junkie

Bei Fragen einfach fragen ;-)

Dunkle Begegnungen

*** Werbung in eigener Sache ***

Freue mich gerade wie ein Schneekönig.

Angefangen hatte es mit einem Tweet von Ani im Mai:

Tweet

Ich habe mich gemeldet, eine Sprechprobe geliefert und jetzt gibt es das Ergebnis :-)

Ein großes Dankeschön an Nadine, Jana, Ines und alle Beteiligten!

Die Kurzgeschichtensammlung »Dunkle Begegnungen«, geschrieben von Jana Oltersdorff, ist jetzt als Hörbuch erhältlich.

Mit zwei von mir gelesenen Kurzgeschichten (wirklich sehr kurz, nur ca. 3 Minuten).

Das von der Hörbuchmanufaktur Berlin produzierte Werk gibts bei Audiamo.de oder bei Audible

Als Taschenbuch oder E-Book ist es bei Amazon erhältlich (Nein, das sind keine Affiliate-Links. Für die paar Cent mache ich diesen Zirkus nicht mit).

Dunkle Begegnungen

»Dunkle Begegnungen«
- Unheimliche Geschichten -
geschrieben von Jana Oltersdorff
gelesen von Max Hoffmann, Marta Kindermann, Juliane Hempel, Nadine Most, Omid-Paul Eftekhari, Eric Dearnley, Klaus Neubauer und Björn Sülter.

Im Internet weiß niemand, dass du ein Hund bist

Aus aktuellem Anlaß mache ich eine Twitterpause. Vielleicht lasse ich auch ganz die Finger davon, aber das ist unwahrscheinlich. Twitter ist ähnlich wie Rauchen: jeder weiß, dass es schädlich ist und macht es trotzdem.

Dazu noch folgende ungeordnete Gedanken:

In meinem ersten Buch zum Internet vor Jahrzehnten von Peter Klau stand: »Schreib nichts über dich ins Internet, was du nicht in der Zeitung lesen willst.«.

Früher: Du zeigtest Deinen Bekannten Urlaubsdias und das wars. Heutzutage: Fotos im Internet kann jedermann auf der ganzen Welt für alle Ewigkeit speichern, verfremden, was-weiß-ich.

In der Komödie »Ein Goldfisch an der Leine«, Originaltitel »Man’s Favorite Sport?« mit Rock Hudson gehts um einen Verkäufer, der sich einen Namen als Berater für Angler gemacht hat. Irgendwann wird er zu einem Angelwettbewerb eingeladen. Das Problem: er hat nie im Leben einen Fisch gefangen, er ist nur in der Theorie perfekt. Er wird trotzdem hingeschickt und gewinnt dank Helferinnen und aberwitziger Zufälle. Anschließend gesteht er den anderen Teilnehmern alles und will den Preis zurückgeben. Nach betretenem Schweigen kommen alle überein, dass er trotz allem den Preis verdient hätte.

So etwas scheint nur im Film zu funktionieren. Die Realität ist eher wie eine griechische Tragödie. Jeder hat es kommen sehen, keiner konnte es verhindern.

Machs gut, Sophie.

PS: Eine wichtige Seite im Internet: realfakes - Über Fakes im Internet. Mit Ratschlägen und Unterstützung für *beide* Seiten.

Audio mitschneiden

Ab und zu braucht man ja schnell den Ton eines Youtube-Videos. Also nicht die neuesten illegal (?) hochgeladenen Top-Ten-Hits, um sie für teuer Geld weiterzuverkaufen. Sondern solche Sachen wie Tigergebrüll für eine nichtöffentliche Schultheateraufführung.

Entsprechende Werkzeuge, die online aus einem Video die Tonspur extrahieren sprießen wie Unkraut im Internet. Allerdings weiß man nie, wie sicher diese Progrämmchen sind - oder gar Schadfunktionen enthalten. Außerdem sind sie der Industrie ein Dorn im Auge (siehe Top-Ten-Hits) und es lohnt sich oft nicht, ein Lesezeichen auf sowas zu setzen, weil die in ein paar Monaten sowieso nicht mehr vorhanden sind.

Es geht aber auch ganz anders. Und wie oft ist die Lösung so einfach, dass ich mir ungläubig die Augen reibe. Was man auf dem PC hört und sieht, kann man auch mitschneiden.

Den Ton zum Beispiel per Audacity. Einfach als Quelle nicht das Mikrofon wählen, sondern die Soundkarte (oder wie bei mir "Default"). Meistens muss man ein bisschen herumprobieren. Bei mir hat es z. B. Auswirkungen, wenn ich während der Aufnahme am Wiedergabelautstärkeregler schraube.

Aber sonst scheint das eine saubere Lösung zu sein. Und wenn man das Zitat bei Archivalia liest, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit für den Privatgebrauch auch legal:

»2006 stellt das LG Frankfurt fest:
Wenn der Nutzer bei bestehendem digitalen Kopierschutz eine analoge Kopie zieht, liegt jedoch keine Umgehung einer wirksamen technischen Maßnahme vor. Der technische Kopierschutz ist insoweit nicht wirksam. [...]«