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Fahrradbücher

Eigentlich wollten wir im Frühjahr ein Fahrrad kaufen. Erst hat uns der Lockdown erwischt, dann hat die unglaubliche Nachfrage die Fahrradgeschäfte leergefegt. Ein Freund wartet immer noch auf Ersatzteile, die er vor 4 Monaten bestellt hat.

Nun denn, die beste Zeit um ein Rad zu kaufen ist sowieso der Winter - weil dann niemand eins kaufen will und die Händler mehr Zeit und vielleicht Sonderangebote haben. Bis dahin kann ich folgende beiden Bücher empfehlen.

Unbezahlte Werbung (ehe mich irgendwer abmahnt ...)

»Vom Glück auf zwei Rädern« von Robert Penn

Cover Der Journalist und Fahrradnarr Robert Penn beschließt, sich das beste Rad aller Zeiten anfertigen zu lassen.

Dazu besucht er Rahmenbauer in England, Schaltungshersteller in Italien, Laufradbauer in USA, eine Reifenfirma in Deutschland – und erzählt nebenbei die Geschichte des Fahrrads. Sehr kurzweilig und humorvoll geschrieben.

Vom Glück auf zwei Rädern (It's all about the bike) von Robert Penn, 240 Seiten, 17,90 Euro (wer im Antiquariat sucht: das Buch hatte früher den Titel »Traumrad: Auf der Suche nach dem besten Fahrrad der Welt«)

»Richtig sitzen locker Rad fahren« von Juliane Neuss

Cover Entweder bekommt man nach einem abschätzenden Blick vom Händler ein Rahmenmaß zugerufen, oder es gibt ein Meßgerät für die Schrittlänge. Bereits nach kurzem Hineinblättern in das Buch von Ergonomieberaterin Juliane Neuss lernt man, dass das nicht unbedingt zu einem passenden Rad führt.

Erhellend fand ich ihre Feststellung, dass die meisten Faustregeln sich eigentlich auf Rennräder beziehen. Die haben einen Rennlenker, der den Abstand zwischen Sattel und Griffposition wesentlich verlängert, im Verhältnis zu »normalen« Lenkern.

Das Buch beschert viele kleine Aha-Erlebnisse. Das grundlegende Konzept verdichtet auf 5 Seiten findet sich auf ihrer Webseite http://www.junik-hpv.de als PDF unter http://www.junik-hpv.de/assets/download/Ergonomie_Script_2006.pdf, eine 15-seitige Leseprobe gibts beim Verlag.

Richtig sitzen locker Rad fahren, Ergonomie am Fahrrad von Juliane Neuss, 136 Seiten, 16,90 Euro

Lesetipp: Rondo - Sechs Kugeln für den Bastard

»Wie ist der Plan?«, hatte Woody gefragt.
»Wir töten sie alle.«
»Ich mag einen simplen Plan.«

Cover Eigentlich wollte Rondo nur etwas essen und sich ausruhen, als eine Handvoll Männer in die Spelunke stürzt und ausgerechnet den Gentleman bedroht, der Rondo einen Drink spendieren wollte. Kein Wunder, dass es zu einer Schießerei kommt ...

Stefan Barth hat mit »Rondo - Sechs Kugeln für den Bastard« einen spannenden Italowestern zum Lesen geschrieben. Schnörkellos, schmutzig und brutal. Durch die Widmung an Ennio Morricone hat man auch gleich den passenden Soundtrack im Ohr.

Die relativ kurze Geschichte erinnert an die Heftchen, die man am Bahnhofskiosk kaufen kann. »Rondo« ist aber um Klassen besser. Hat mir großen Spaß gemacht! Weil eine Verfilmung eher unwahrscheinlich ist, freue ich mich umso mehr auf den nächsten Band :-) Möge es eine lange Reihe werden.

»Rondo - Sechs Kugeln für den Bastard« von Stefan Barth, erhältlich als eBook bei Amazon für 2,99 Euro

Löwenmesser

Eigentlich habe ich ja schon genug Taschenmesser. Drei von den roten mit dem Kreuz (zwei »normale« mit Klinge, Korkenzieher, Kapselheber und Feile und das kleine »Midnight Manager« mit Kugelschreiber, LED und Mini-Schere fürs Büro).

Wobei – Kapselheber habe ich am Schlüsselbund, als Korkenzieher verwende ich lieber was richtiges (wenns kein Schraubverschluß ist) und auf dem Büroweg habe ich oft die Fahrradlampe dabei.

Deshalb war ich auf Umschau nach einem einfachen Messer. Die Laguiole-Messer werden von Hinz und Kunz hergestellt und gehen von Schrott bis Unbezahlbar. Den Begriff Löwenmesser kannte ich gar nicht, war aber gleich begeistert. Traditionelles Werkzeug aus Solingen. Simple Eleganz.

Löwenmesser

Podlove Templates

Jeder hostet seinen Podcast irgendwie anders. Viele verwenden die Podlove-Tools. Weil es die nur für Wordpress gibt, habe ich damals extra ein Wordpress eingerichtet. (Lustig: als ich vor Jahren bei all-inkl war, hatte ich auch Wordpress, dann gings zu Serendipity und Uberspace ...).

Mit den Podlove-Tools veröffentlicht man keine Beiträge, sondern Episoden. Deren Aussehen wird von Templates bestimmt. Den Standard habe ich für mich ein klein wenig angepasst. Ich wollte oben ein Veröffentlichungsdatum haben, und am Ende einen Link zum Kommentieren. Dank der Sendegate-Community (ein Muss für jeden Podcaster), klappt das jetzt alles.

Aussehen tuts so:

"Am Anfang einfügen"

{% if not is_feed() %}
    <p>Veröffentlicht am {{ episode.publicationDate.format('j. F Y') }}</p>
	{# display web player for episode #}
	{{ episode.player }}

	{# display contributors if module is active #}
	{% if shortcode_exists("podlove-episode-contributor-list") %}
		{# see http://docs.podlove.org/podlove-publisher/reference/shortcodes.html#contributors for parameters #}
		[podlove-episode-contributor-list]
	{% endif %}
{% endif %}

"Am Ende anhängen"

<p>Schreibe einen <a href="{{ episode.url }}#comments">Kommentar</a>.</p>

Und das Ergebnis gibts im Podcast klausgesprochen.de zu sehen ;-)

Providerwechsel

Das ist jetzt wirklich der letzte Text zu diesem Thema.

Im Januar 2011 bin ich von meinem langjährigen Provider all-inkl zum damals noch ziemlich neuen Uberspace gewechselt. Damals war das spannend und ich hatte Spaß daran, seltsame Shell-Befehle zusammenzusuchen und damit an der Konfiguration herumzuschrauben.

Wenn ich mich recht erinnere, gab es vor ein paar Jahren genau wie jetzt die Situation, dass bei Uberspace etwas an der Hosting-Umgebung umgebaut wurde. Was zur Folge hatte, das man - entsprechend der Uberspace-Philosophie - seinen Kram nach Anleitung umziehen musste.

Mittlerweile nervt mich sowas nur noch. Anscheinend bin ich über die Jahre zum Mausschubser mutiert und klicke lieber auf bunten Oberflächen herum, als mich mit dem Sanskrit der Befehlszeile zu befassen. Deutsche Dokumentation schätze ich sowieso.

Also habe ich die bevorstehende Umstellung meines einen Uberspaces von 6 auf 7 zum Anlass genommen, gleich ganz umziehen, zurück in den Bereich der Konfigurationsoberflächen.

Meine Sachen von u1amo01 habe ich anscheinend zu oft umgezogen - das war ursprünglich mal ein Wordpress-Blog, das dann auf Serendipty gewandert ist, mindestens eine Datenbankzeichensatzumstellung hinter sich hat und wahrscheinlich Unmengen an Ballast angesammelt hatte.

Nachdem ich fast 2 Wochen damit beschäftigt war, das irgendwie umgezogen zu bekommen, habe ich jetzt aufgegeben. Anscheinend habe ich auch beim Backup etwas falsch gemacht und bekomme das nicht mehr ordentlich zum Laufen. Und den Uberspace dazu habe ich, ahem, im Affekt schon gelöscht.

Was kein so großer Beinbruch ist, ich habe die Einträge noch als Text zum Nachschlagen auf meiner Festplatte. Und eigentlich habe ich mit der Umstellung von u1amo01 auf klausgesprochen sowieso schon vor Monaten ein neues Blog angefangen.

Die Klausgesprochen-Sachen ließen sich einigermaßen einfach umziehen. Für Wordpress gibt es ja Unmengen an Tools, man muss sie nur finden. Dank Marks Tipp zu Duplicator ist das fast ein Kinderspiel.

Bleibt noch die Löschung des letzten verbliebenen Uberspaces und weiter gehts.

So, und das war jetzt wirklich das letzte Wort dazu. EOT

Land in Sicht

Aktueller Stand: während ich mir beim Umzug des alten Blogs u1amo01 endlos den Kopf zerbrochen habe, ging der Wechsel von klausgesprochen zu all-inkl relativ (haha) einfach.

Hauptsächlich für mich selber versuche ich hier die wichtigsten Punkte aufzuschreiben. Chronologisch ist das nicht; es ging immer mal vor und zurück.

Einträge beim Domainregistrar korrigieren

So Sachen wie MX-record anpassen, bei A etc. die neue Server-IP-Adresse eintragen, IPv6-Adresse löschen (das bietet Uberspace, all-inkl aber nicht)

ACHTUNG: wenn all-inkl die Server-IP-Adresse ändert, muss das beim Registrar nachgezogen werden. Aus meiner Laiensicht spricht das dafür, die Domain bei konventionellen Hostern vom Hoster verwalten zu lassen. Aber ich hab ja keine Ahnung.

Ein, zwei Stündchen warten, bis die Änderungen durch sind. Derweil den anderen Kram sichern.

Umzug WP

Tipp von Mark: Das Tool Duplicator verwenden. Die Anleitung dazu unter https://www.webtimiser.de/wordpress-umziehen-mit-duplicator/ fand ich gut. Wegen meiner großen Audio-Dateien war das etwas hakelig. Es half, die Abbruchmeldungen zu ignorieren und einfach noch ein bisschen länger zu warten. Außerdem sollte man wirklich aufräumen. Die Mediathek in WP zeigt überraschenderweise nicht alle Daten, die hochgeladen wurden. Wie auch immer habe ich anscheinend Duplikate erzeugt, die mit fast 100 MB nicht klein waren. Aufräumen ist also wichtig.

War nach etwa 2 Stunden mit ein wenig Gefummel erledigt. Relativ simpel. Vielen Dank, Mark! Wenn ich wieder nach Staufen komme, müssen wir unbedingt anstoßen.

s9y

Das war mit viel Gefummel schließlich erfolgreich. Dump der Datenbank und der Software gemacht. Wichtig: Dump kopieren, in der Kopie nach den tatsächlichen Pfaden suchen und die ersetzen. Bei uberspace war das /var/www/virtual/uberspacename/html/blog/, beim neuen Provider /www/htdocs/kundennummer/klausgesprochen.de/blog/ (natürlich die Nummer, nicht das Wort Kundennummer). Habe das mit dem einfachsten Editor per Suchen und Ersetzen im ganzen Dump geändert. Wenn man kein SQL kann, muss man unverfroren am offenen (Datenbank)Herzen operieren. Manchmal klappt das sogar.

Dann Datenbank importiert, Software hochgeladen - Zugriff nicht erlaubt. ARGH. Zugriffe kontrolliert, sehen alle normal aus. Software gelöscht, s9y neu installiert und dabei die alte bzw. bereits vorhandene Datenbank eingetragen. Das geänderte Theme aus dem Backup hochgeladen, die Dateien im Verzeichnis Uploads hochgeladen. Geht.

Bin mir nicht sicher, ob auch alle Plugins laufen. Optisch / oberflächlich sieht erst einmal alles wieder normal aus.

Fazit

Ohne Not sollte man sich einen Providerwechsel nicht antun. Vielleicht reichen der Schwung und die neuen Erkenntnisse, um das alte u1amo01-Blog hinzubekommen. Ansonsten wird es höchste Zeit, die nächste Podcast-Episode endlich aufzunehmen. Genug prokrastiniert.