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Was macht man mit seltsamen E-Mails?

Mit dieser E-Mail haben sie mich fast überzeugt:

(It's very urgent, please transfer this email to your CEO. Thanks)

We are the domain registration and solution center in China. On Oct 7, 2019, we received an application from Kangwei Ltd requested "klausgesprochen" as their internet keyword and China (CN) domain names (klausgesprochen.cn, klausgesprochen.com.cn, klausgesprochen.net.cn, klausgesprochen.org.cn). But after checking it, we find this name conflict with your company name or trademark. In order to deal with this matter better, it's necessary to send email to you and confirm whether this company is your business partner in China?

Klingt nett und seriös. Auf der anderen Seite: was sollten Chinesen mit "klausgesprochen.cn" anfangen? Eine kurze Google-Suche nach "Domain registrieren" und "China" liefert mehrere Artikel, in denen darüber geschrieben wird.

Wenn man zurückschreibt, bekommt man anscheinend für teuer Geld angeboten, diese Domains in China selbst zu kaufen.

Wie immer bei unerwarteten Mails gilt: der gesunde Menschenverstand hilft. Also nicht einfach klicken, wenn man von Unbekannten Mails bekommt. Oder wenn man von Bekannten seltsame Mails mit noch merkwürdigeren Links erhält.

Manchmal reicht ein Klick auf den falschen Link, und anschließend wird die eigene Festplatte ruiniert / verschlüsselt und angeblich nur gegen Lösegeld freigegeben.

Im Internet weiß niemand, dass du ein Hund bist

Aus aktuellem Anlaß mache ich eine Twitterpause. Vielleicht lasse ich auch ganz die Finger davon, aber das ist unwahrscheinlich. Twitter ist ähnlich wie Rauchen: jeder weiß, dass es schädlich ist und macht es trotzdem.

Dazu noch folgende ungeordnete Gedanken:

In meinem ersten Buch zum Internet vor Jahrzehnten von Peter Klau stand: »Schreib nichts über dich ins Internet, was du nicht in der Zeitung lesen willst.«.

Früher: Du zeigtest Deinen Bekannten Urlaubsdias und das wars. Heutzutage: Fotos im Internet kann jedermann auf der ganzen Welt für alle Ewigkeit speichern, verfremden, was-weiß-ich.

In der Komödie »Ein Goldfisch an der Leine«, Originaltitel »Man’s Favorite Sport?« mit Rock Hudson gehts um einen Verkäufer, der sich einen Namen als Berater für Angler gemacht hat. Irgendwann wird er zu einem Angelwettbewerb eingeladen. Das Problem: er hat nie im Leben einen Fisch gefangen, er ist nur in der Theorie perfekt. Er wird trotzdem hingeschickt und gewinnt dank Helferinnen und aberwitziger Zufälle. Anschließend gesteht er den anderen Teilnehmern alles und will den Preis zurückgeben. Nach betretenem Schweigen kommen alle überein, dass er trotz allem den Preis verdient hätte.

So etwas scheint nur im Film zu funktionieren. Die Realität ist eher wie eine griechische Tragödie. Jeder hat es kommen sehen, keiner konnte es verhindern.

Machs gut, Sophie.

PS: Eine wichtige Seite im Internet: realfakes - Über Fakes im Internet. Mit Ratschlägen und Unterstützung für *beide* Seiten.

Alles neu macht der Mai

Hello World!

Mein altes, selbstgehostetes Blog lief seit dem 9. April 2005. Etwa ein Jahr zuvor hatte ich bei Blogger ein Projekttagebuch laufen, in dem ich den Umbau der Band-Webseite festhielt.

Nachdem sich den Domainnamen nicht einmal langjährige Leser merken konnten, bin ich jetzt auf den neuen Podcastnamen umgestiegen und habe heimlich still und leise hier unter klausgesprochen.de/blog ein neues Blog angefangen.

Man muss schließlich nicht alle alten Zöpfe mitumziehen. Ein paar schon ;-)

Viel Spaß beim Lesen.