Aber ach …

Ich hatte ja keine Vorstellung davon, wie einfach WordPress im Vergleich zu Hugo zu installieren ist. Entweder bin ich dafür (für Hugo) zu alt, zu doof oder einfach zu faul. Der Anfang ging ja einigermaßen. Aber ich habe es in 2 Tagen nicht geschafft, die Homepage irgendwie mit Text zu versehen. Geschweige denn weitere fixe Seiten einzubauen.

Joa, ich hab ein Theme installiert und 2 Blogpostings geschafft. Aber eine lumpige Änderung an der Index.html? No way.

Vermutlich habe ich an WordPress früher auch ewig herumgedoktert; dank nachlassendem Gedächtnis kann ich mich nicht mehr erinnern. Das Alter muss ja auch Vorteile haben.

Ich weiß aber noch, dass ich begeistert war, als das System lief. War damals eine Software, die mir richtig gut gefallen hat und sogar Spaß machte. Auch wenn ich im Nachhinein beim Umstieg auf Serendipity (s9y) und dem Export/Import der Datenbankinhalte gemerkt habe, dass die Daten, hm, suboptimal abgelegt waren.

Ich vermutete, dass WordPress anfangs von Webdesignern gemacht wurde und s9y von Datenbankentwicklern. Aber ich schweife ab und „Oppa erzählt vom Krieg“ interessiert niemanden.

Lange Rede kurzer Sinn: ich bin noch nicht bereit, Hugo ganz ad adcta zu legen, aber kurz davor.

WordPress oder was?

Vor langer Zeit hatte ich ein WordPress-Blog, bin dann aus Neugier zu Serendipity gewechselt und nach Jahrzehnten (?) wieder zurück zu WordPress gekommen, weil ich den Podcast mit Hilfe der Podlove-Tools unter die Hörenden bringen wollte.

Da lag es nahe, nicht nur den Podcast, sondern auch das Blog mit WordPress zu nutzen. Mit dem Gutenberg-Editor bin ich immer noch nicht richtig warm geworden; ich hatte zwischendurch auch mal ClassicPress ausprobiert. Wollte aber nicht riskieren, dass dort die Podlove-Tools irgendwann nicht mehr funktionieren könnten und habe den Podcast (und alles übrige) auf WordPress gelassen.

Über Robert Lenders Blogeintrag „Pure Blog – einfach bloggen“ bin ich auf Pure Blog aufmerksam geworden. Minimalistisch, ohne Datenbank. Gefällt mir sehr und ich hätte es schon längst ausprobiert, wenn es keine One-Man-Show wäre. Das ist mir doch ein bisschen zu riskant.

Kristian Köhntopp verwendet schon länger Hugo. Dabei „läuft“ das Blog sozusagen völlig lokal. Bei neuen Beiträgen wird alles als statisches HTML erzeugt und hochgeladen. Wobei mich die Beschreibung von Installation und Workflow wieder abgeschreckt haben.

Egal, ich wollte mich endlich näher mit Hugo befassen, und bin über die Suche lustigerweise auf der Webseite von Armin gelandet, von dem ich neulich die Kurzgeschichte „Ein Wiedersehen mit Lorenzo“ für den Podcast aufgenommen hatte.

Die gut und verständlich geschriebene Artikelreihe lassen Hugo gar nicht mehr so abweisend aussehen. Und deshalb will ich das demnächst einmal ausprobieren. Könnte Spaß machen!

Links zu den Artikeln:
(ACHTUNG: die Beiträge sind von 2018, da könnte sich einiges an der Installation geändert haben, also unbedingt auch bei Hugo Installation vorbeischauen!)

Armin, vielen Dank!

PS: ich werde es dieses Mal ruhiger als früher angehen und nicht gleich das Produktivsystem hier über den Haufen werfen. Hab ja noch eine andere Domain. Mal sehen, wie lange der Plan überlebt 🙂