Makro-Testbilder

Anfang März hatte ich noch sinniert, ob man ein Vollformatmakroobjektiv brauchen würde. Von meinen 6 Nikonobjektiven sind 5 vollformattauglich, das 40mm Makro taugt leider nur für den kleinen Sensor. Mit dem Sparen ist es eben so eine Sache.

Weil das Internet manchmal wunderbar ist, habe ich dank Christian jetzt ein gebrauchtes AF Micro Nikkor 60mm 1:2.8 D auf dem Tisch zum Ausprobieren. Dabei habe ich wieder einmal gemerkt, dass ich ein Stativ brauche. Das kann ich mir hoffentlich aus dem Familienkreis leihen 🙂

Weil ich ungeduldig bin, hier ein paar Testbilder frei Hand.

Dann doch ein neues Gehäuse

Wenn etwas zu schön um wahr zu sein ist … natürlich hat die D90 nur ein paar Auslösungen lang funktioniert, dann war wieder ERROR.

Weil das Ding einige Jahre auf dem Buckel hat und die Reparatur fraglich ist, habe ich dann doch etwas bestellt. Kam im Handumdrehen heute an. Liegt gut in der Hand, kaum schwerer, bekanntest Konzept. Die Knöpfe fühlen sich ein wenig, hm, nach Plastik an. Größter Unterschied: Vollformat. Mich wundert ja im Nachhinein, was für ein Klotz die alte Kamera mit APS-C-Sensor im Vergleich dazu war.

Egal, schnell den Akku ein bisschen geladen, SD-Karte rein und mal schnell ein paar Fotos gemacht mit dem alten AF 50mm/1.8 Objektiv, das ich mit meiner Nikon F80 gekauft hatte. Das muss vor 20 Jahren gewesen sein.

Nachdem ich die Fotos hier auf dem Computermonitor betrachtet habe, bin ich geschockt. Heiliger Bimbam, ist das ein Unterschied! Blöderweise habe ich kein Vollformatmakro, aber ob man das überhaupt braucht?

Wenn man sich die beiden Bildausschnitte ansieht …

Altglas

Meine Nikon D90 hat ja im Vorjahr ihren Geist aufgegeben, bzw. der Spiegel ist hängen geblieben. Eine Reparatur sollte kein Hexenwerk sein und auch nicht die Welt kosten.

Bisher hatte ich lieber neue Modelle angeschaut als mich um die Reparatur zu kümmern.

Weil ich das vorhandene „Altglas“ weiter nutzen möchte, habe ich einen Wechsel zu Sony oder Fuji ausgeschlossen. Vom Preis-/Leistungsverhältnis hat mir die Nikon Z5 gefallen. Vollformatsensor, einigermaßen bezahlbar und mit dem FTZ-Adapter sollen alte F-Objektive an der Z-Kamera betrieben werden können (F To Z).

Aber ach.

Laut Infos im Internet funktioniert über den Adapter nur der Autofokus von neueren Nikkor-Objektiven der Kategorie AF-I, AF-S und AF-P. Die Bestandsaufnahme hat folgende Objektive ergeben:

  • AF 50mm 1:1.8D
  • AF 85mm 1:1.8D
  • AF 24mm 1:2.8D
  • Zeiss Distagon 2/35 ZF.2
  • AF-S DX Micro 40mm 1:2.8G
  • AF-S 24-120mm 1:4G ED

Also nur zwei modernere Objektive und davon eines nur für den kleineren DX (APS-C)-Sensor. Die manuelle Fokussierung mit der Z5 soll – gelinde gesagt – besch… eiden bis mies sein.

Verwünscht. So weit, so schlecht. Eigentlich hatte ich schon ein passendes Fotohaus ausgeguckt.

Also seufzend die D90 aus dem Etui geholt und sentimental eingeschaltet, nur mal so ausgelöst – und das Ding funktioniert. Mehrfach. Hat seit 10 Monaten unbenutzt im Regal gelegen und jetzt reagiert der Spiegel so, wie er soll. Irgendwo lacht sich der Gott der Fotografen scheckig.

Nun.

Also werde ich die Tage testen, ob das „alte Eisen“ weiterhin funktioniert und die Z5-Pläne leise in der Schublade verschwinden lassen. Ich könnte mich ja mal umschauen, welches Spiegelreflexmodell von Nikon das Altglas vernünftig unterstützt. Ein zweites Gehäuse kann ja nicht schaden. Auch wenn es nicht so flüsterleise wie die spiegellosen ist. Im Vergleich zu einem Maschinengewehr und der alten 90FX ist die D90 gar nicht sooo laut.

Where Tourists dare

Weil der Film „Where Eagles dare“ bzw. „Agenten sterben einsam“ von 1968 mit Richard Burton und Clint Eastwood im Rahmen des 17. Todd-AO-Filmfestivals in der Karlsruher „Schauburg“ läuft, habe ich im Archiv gekramt. Einen der Schauplätze hatte ich nämlich besucht 🙂

Ich war 2016 auf der Burg Hohenwerfen, die im Film als die böse Nazifestung herhalten muss. Wenn man den Film kennt, erwartet man natürlich eine Seilbahn, die auf einen uneinnehmbaren, schroffen Gipfel hinauf führt. Tatsächlich liegt die Burg auf einem Hügel; die gefilmte Seilbahn ist anderswo.

Um die Bilder größer zu sehen Bild anklicken und durchblättern.

Rußheimer Altrhein

Auf Spaziergängen und Wanderungen habe ich meistens die Fuji X100 dabei. Aktuell ginge auch nichts anderes, weil bei meiner Nikon D90 der Spiegel hängen bleibt. Mal sehen, was die Werkstatt dazu sagt.

Hier jetzt eine Bilderserie vom Wochende aus dem Naturschutzgebiet Rußheimer Altrhein-Elisabethenwörth. Mal sehen, wie sich das in Zukunft verändert, wenn die geplante Dammrückverlegung stattfindet.

Dann doch mit albernen Klamotten

Rheinufer, Markierungsstein, Fahrrad

Ich hatte zwar ein Rad mit Rennlenker gekauft, mir aber fest vorgenommen, NIEMALS diese albernen Radklamotten zu tragen.

Nachdem ich ein gutes Jahr mit verschiedenen Hemden und Hosen herumprobiert habe und als Ergebnis abgescheuerte Haut an den unwahrscheinlichsten Stellen hatte, bin ich eingeknickt.

Zuerst hatte ich mit Radunterhosen mit Polster unter den weiten Jeans ganz gute Erfahrungen gemacht. Natürlich ist das nix für wärmere Zeiten. Und da habe ich einfach keine Shorts gefunden, die nicht irgendwo eine störende Naht hatten. Meistens gings 20 km gut – aber dann.

So nach und nach habe ich Sachen dazugekauft und bin jetzt bei einem halbwegs vollständigen Outfit angekommen: Mütze mit LSF 50, Sonnenbrille, Handschuhe für Sommer und Winter, Trikot mit diesen unergründlichen Rückentaschen, kurze Radhose, Regenjacke, dazu die eigentlich fürs Wandern gekaufte Softshelljacke. Bei den Schuhen haben sich bisher die leichten Wanderschuhe (nicht knöchelhoch) bewährt.

Irgendwann werde ich es auch schaffen, meine Beine so einzuschmieren, dass ich nicht irgendwo einen roten Streifen Sonnenbrand bekomme. Und meine kleine Packtasche mit allem zu füllen, was wichtig ist. Irgendwo bei Christian gabs da eine gute Packliste.

Ach ja, und bei Gelegenheit gibts dann doch einen Helm. Nachdem mich heute eine entgegenkommende Radlerin mit überraschenden Schlangenlinien fast umgerannt hätte.

Rhein, Niedrigwasser, August 2022
Rhein, Niedrigwasser August 2022

Dom zu Speyer

Bei meinem Speyerbesuch im Februar hatte ich keine Kamera dabei, was von verschiedenen Lesern bedauert wurde. Das habe ich dieses Mal versucht, wettzumachen. Habe kurzerhand für den Hinweg das Rad in die S-Bahn verfrachtet und war schon um 09:30 Uhr am Dom.

Zum ersten Mal seit meiner Schulzeit war ich auch in der Krypta. Die Deckenhöhe ist mit fast 7 Metern überraschend. Und die Darstellung von Rudolf von Habsburg verwundert, weil hier kein idealisiertes Abbild geschaffen wurde.

Bei der Gelegenheit habe ich auch das neue Helmut-Kohl-Denkmal abgelichtet und die Fotos vom Grab nachgeholt. Bitte schön.