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Herzlich Willkommen

Avatoon Klaus Hier im Blog schreibe ich gelegentlich über Hörbücher und Hörspiele, Bücher, Filme, Fotografie, EDV und was mir sonst so auffällt.

Viel Spaß!
Klaus

Im Internet weiß niemand, dass du ein Hund bist

Aus aktuellem Anlaß mache ich eine Twitterpause. Vielleicht lasse ich auch ganz die Finger davon, aber das ist unwahrscheinlich. Twitter ist ähnlich wie Rauchen: jeder weiß, dass es schädlich ist und macht es trotzdem.

Dazu noch folgende ungeordnete Gedanken:

In meinem ersten Buch zum Internet vor Jahrzehnten von Peter Klau stand: »Schreib nichts über dich ins Internet, was du nicht in der Zeitung lesen willst.«.

Früher: Du zeigtest Deinen Bekannten Urlaubsdias und das wars. Heutzutage: Fotos im Internet kann jedermann auf der ganzen Welt für alle Ewigkeit speichern, verfremden, was-weiß-ich.

In der Komödie »Ein Goldfisch an der Leine«, Originaltitel »Man’s Favorite Sport?« mit Rock Hudson gehts um einen Verkäufer, der sich einen Namen als Berater für Angler gemacht hat. Irgendwann wird er zu einem Angelwettbewerb eingeladen. Das Problem: er hat nie im Leben einen Fisch gefangen, er ist nur in der Theorie perfekt. Er wird trotzdem hingeschickt und gewinnt dank Helferinnen und aberwitziger Zufälle. Anschließend gesteht er den anderen Teilnehmern alles und will den Preis zurückgeben. Nach betretenem Schweigen kommen alle überein, dass er trotz allem den Preis verdient hätte.

So etwas scheint nur im Film zu funktionieren. Die Realität ist eher wie eine griechische Tragödie. Jeder hat es kommen sehen, keiner konnte es verhindern.

Machs gut, Sophie.

PS: Eine wichtige Seite im Internet: realfakes - Über Fakes im Internet. Mit Ratschlägen und Unterstützung für *beide* Seiten.

Audio mitschneiden

Ab und zu braucht man ja schnell den Ton eines Youtube-Videos. Also nicht die neuesten illegal (?) hochgeladenen Top-Ten-Hits, um sie für teuer Geld weiterzuverkaufen. Sondern solche Sachen wie Tigergebrüll für eine nichtöffentliche Schultheateraufführung.

Entsprechende Werkzeuge, die online aus einem Video die Tonspur extrahieren sprießen wie Unkraut im Internet. Allerdings weiß man nie, wie sicher diese Progrämmchen sind - oder gar Schadfunktionen enthalten. Außerdem sind sie der Industrie ein Dorn im Auge (siehe Top-Ten-Hits) und es lohnt sich oft nicht, ein Lesezeichen auf sowas zu setzen, weil die in ein paar Monaten sowieso nicht mehr vorhanden sind.

Es geht aber auch ganz anders. Und wie oft ist die Lösung so einfach, dass ich mir ungläubig die Augen reibe. Was man auf dem PC hört und sieht, kann man auch mitschneiden.

Den Ton zum Beispiel per Audacity. Einfach als Quelle nicht das Mikrofon wählen, sondern die Soundkarte (oder wie bei mir "Default"). Meistens muss man ein bisschen herumprobieren. Bei mir hat es z. B. Auswirkungen, wenn ich während der Aufnahme am Wiedergabelautstärkeregler schraube.

Aber sonst scheint das eine saubere Lösung zu sein. Und wenn man das Zitat bei Archivalia liest, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit für den Privatgebrauch auch legal:

»2006 stellt das LG Frankfurt fest:
Wenn der Nutzer bei bestehendem digitalen Kopierschutz eine analoge Kopie zieht, liegt jedoch keine Umgehung einer wirksamen technischen Maßnahme vor. Der technische Kopierschutz ist insoweit nicht wirksam. [...]«

Aufnahmetechnik Juli 2019

Weil neulich danach gefragt wurde.

Eigentlich gebe ich nicht gern Auskunft. Weil ich Mikrofone verwende, die für den Amateurbereich grotesk »überdimensioniert« sind. Und weil ich von Hoer-talk.de gute Aufnahmen großartiger Sprecher kenne, die mit lachhaft billiger Ausrüstung gemacht wurden.

Egal. Ich bin verhältnismäßig alt und habe nicht endlos Zeit von besserer Ausrüstung zu träumen. Eines der beiden Mikrofone habe ich mit Geld vom runden Geburtstag finanziert, das andere mit dem Weihnachtsgeld. Außerdem lese ich selbst gern, welche Technik andere verwenden. Saxophonistenkrankheit.

Schoeps

Für den ClueCast und meinen Podcast Klausgesprochen verwende ich seit Januar 2019 ein Schoeps MK4. Das ist ein Kleinmembranmikrophon (aus der Karlsruher Nachbarschaft!) mit Nierencharakteristik und extrem gleichmäßigem Frequenzgang. Klingt meiner Meinung nach sehr präsent und klar. Beschönigt und färbt nicht.

Foto

Hörprobe Schoeps MK4

Herunterladen als mp3-Datei oder im verlustfreien Flac-Format.

Neumann

Weil viele Leute diesen speziellen Neumann-Sound bevorzugen (fragt nicht, ich habe den nicht im Ohr), habe ich für Auftragsarbeiten und Hörspiele weiterhin das Neumann TLM 193 in Gebrauch, das ich seit Oktober 2014 für alles verwendete. Großmembranmikrofon, gutmütig, in den Höhen nicht so präsent und etwas »zurückhaltend« im Klang.

Foto

Hörprobe Neumann TLM 193

Herunterladen als mp3-Datei oder im Flac-Format.

Über ein kurzes Cordial CTM 3 FM Kabel (3 Meter ist eigentlich ZU kurz) mit XLR-Steckern gehts über ein Focusrite 2i4 in den lüfterlosen Linux-PC. Schnitt und Nachbearbeitung erfolgen mit Audacity.

Zum Abhören verwende ich einen DT770 Pro / 250 Ohm Kopfhörer von Beyerdynamic. Zusätzlich höre ich meine Podcasts vorab nochmal per Smartphone und schnurlosem JBL T450BT ab.

Debian update

Ich hab ja zwei Rechner im Einsatz: einen schicken kleinen Cirrus 7 für "alles" und einen lautlosen Tower von Deltatronic für die Aufnahmen. Beide laufen mit Debian GNU Linux.

Auf dem kleinen ist ein wüstes Sammelsurium von Software installiert und leider ist die Konfiguration eines Pakets so zerschossen, dass es sich weder aktualisieren noch entfernen lässt. Deshalb läuft dieser Rechner immer noch mit Debain 8 "Jessie". Natürlich werden regelmäßig Updates installiert.

Auf dem Tower ist außer Audacity fast gar nichts außer der Minimalkonfiguration drauf. Bisher lief der mit Debian 9. Nach einem fast vollständigen Datenbackup (ich hab irgendwann versehentlich die falsche Platte ausgehängt) habe ich nach der Anleitung https://linuxconfig.org/how-to-upgrade-debian-9-stretch-to-debian-10-buster das Update auf Debian 10 "Buster" gemacht.

Anscheinend hat alles funktioniert. Mal abgesehen davon, dass Audacity in der neueren Version ... ungewohnt aussieht.

Beim kleinen Rechner überlege ich noch, ob ich den schrittweise erst auf Vers. 9 und dann auf 10 update oder gleich eine Neuinstallation von Vers. 10 mache. Da die Daten auf einer separaten Festplatte liegen, sollte das eigentlich problemlos sein.

Alles neu macht der Mai

Hello World!

Mein altes, selbstgehostetes Blog lief seit dem 9. April 2005. Etwa ein Jahr zuvor hatte ich bei Blogger ein Projekttagebuch laufen, in dem ich den Umbau der Band-Webseite festhielt.

Nachdem sich den Domainnamen nicht einmal langjährige Leser merken konnten, bin ich jetzt auf den neuen Podcastnamen umgestiegen und habe heimlich still und leise hier unter klausgesprochen.de/blog ein neues Blog angefangen.

Man muss schließlich nicht alle alten Zöpfe mitumziehen. Ein paar schon ;-)

Viel Spaß beim Lesen.

Nachbearbeitung Hörbuch

Frech hatte ich bei einem bekannten Studio gefragt, welche Effekte in welcher Reihenfolge üblicherweise bei ihnen in der Hörbuchproduktion zum Einsatz kämen. Hier die Liste (hauptsächlich für mich selber):

  1. EQ
  2. Expander
  3. ggflls De-Esser
  4. ggflls De-Noiser
  5. Compressor
  6. Limiter

Unter anderem wird dort auch ein Interview-Podcast produziert. Aufgenommen wird mit dem Zoom H4N Pro, nachbearbeitet wird mit Compressor, EQ und DeNoiser.