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Herzlich Willkommen

Avatoon Klaus Hier im Blog schreibe ich über Hörbücher und Hörspiele, Bücher, Filme, Fotografie, EDV und was mir sonst so auffällt.

Viel Spaß!
Klaus

Was macht man mit seltsamen E-Mails?

Mit dieser E-Mail haben sie mich fast überzeugt:

(It's very urgent, please transfer this email to your CEO. Thanks)

We are the domain registration and solution center in China. On Oct 7, 2019, we received an application from Kangwei Ltd requested "klausgesprochen" as their internet keyword and China (CN) domain names (klausgesprochen.cn, klausgesprochen.com.cn, klausgesprochen.net.cn, klausgesprochen.org.cn). But after checking it, we find this name conflict with your company name or trademark. In order to deal with this matter better, it's necessary to send email to you and confirm whether this company is your business partner in China?

Klingt nett und seriös. Auf der anderen Seite: was sollten Chinesen mit "klausgesprochen.cn" anfangen? Eine kurze Google-Suche nach "Domain registrieren" und "China" liefert mehrere Artikel, in denen darüber geschrieben wird.

Wenn man zurückschreibt, bekommt man anscheinend für teuer Geld angeboten, diese Domains in China selbst zu kaufen.

Wie immer bei unerwarteten Mails gilt: der gesunde Menschenverstand hilft. Also nicht einfach klicken, wenn man von Unbekannten Mails bekommt. Oder wenn man von Bekannten seltsame Mails mit noch merkwürdigeren Links erhält.

Manchmal reicht ein Klick auf den falschen Link, und anschließend wird die eigene Festplatte ruiniert / verschlüsselt und angeblich nur gegen Lösegeld freigegeben.

15. 70mm-Filmfestival KA - Kommentare zum Programm

Vorab, wie in der guten alten Zeit, als ich noch ein separates Kinoblog hatte:

Dann schreibe ich doch auch meine unmaßgeblichen Gedanken zu den einzelnen Filmen auf. Generell freut es mich, dass viele Filme in deutscher Synchronfassung laufen - mein Englisch reicht gerade mal für "Lawrence of Arabia". OmU (Originalton mit Untertiteln) finde ich einen guten Kompromiss; bei Actionfilmen wie "Stirb langsam" finde ich Synchronfassungen einfach angenehmen. Man muss (noch) weniger denken.

Logo Todd-AO

"Hello Dolly"

habe ich wenn ich mich recht erinnere, noch nie gesehen. Wenn die 4k Version von einer Quelle gut übertragen wurde, sieht das sicher sehr ansehnlich aus. Vor Jahren lief im Nachklapp des Festivals "Ben Hur" in Digital. Das war wohltuend scharf, Bildstand wie genagelt (wie solls auch anders sein bei DCP). Lediglich die Farben erschienen mir "quietschbunt". Weil ich nie eine ungefadete Version sah, kann ich das aber schlecht bewerten.

"COBRA VERDE"

Nie gesehen. Ich erinnere mich an eine Doku mit Herzog, in der er erzählte, dass ihm die einheimischen Statisten angeboten hätten, Kinski für kleines Geld zu ermorden. Klingt spannend.

"AIRPORT"

Hm. Irgendwann im Fernsehen gesehen. Mit Burt Lancaster, allerdings ohne Segelschiff. Die Mutter aller "Der-Pilot-ist-tot-und-Passagier-landet-ein-Verkehrsflugzeug"-Filme. Bestimmt ein Erlebnis auf der großen Leinwand. (Ich weiß, dass die Fachleute Bildwand sagen. Aber das klingt einfach doof.)

"MY FAIR LADY"

Es grünt so grün - kenne nur ein paar Zitate (und alle Schlager daraus) und sonst nix. Hm. Musikfilme aus Hollywood sind ja meistens beeindruckend gut gemacht. Schaun'wer mal.

"CRY FREEDOM"

Auch nie gesehen. Die Hauptdarsteller Denzel Washington und Kevin Kline zählen für mich zu den größten Schauspielern. Klingt vielversprechend. Wobei ich lieber Komödien und Action sehe als solche Dramen mit realen Hintergründen.

"RYANS TOCHTER"

Dazu muss man nix schreiben. David Lean! Robert Bolt! Freddie Young! Maurice Jarre! Robert Mitchum! John Mills!

SNEAK PREVIEW - vielleicht JOKER?

Naja, der ist vermutlich sowieso schon im Haus, weil er ab dem 10.10. im regulären Programm laufen soll. Vermutlich eine erstaunliche Verfilmung aus der Comic-Ecke. Der Hauptdarsteller ist ja für seine Performance berühmt. Außer in "The Master" fand ich den bisher immer stark. Wobei - eigentlich war sein Spiel gut, nur der Film nicht.

"STIRB LANGSAM"

Mein Lieblingsweihnachtsfilm. Jippie-Ey-Yeh, Schweinebacke! Der richtige Film, um danach beschwingt heimzulaufen.

Auf die Horrorkurzfilmpremiere mit anwesendem Regisseur bin ich ja gespannt.

"Dune"

Hatte den ersten Band von Frank Herberts Reihe "Der Wüstenplanet" gelesen. Den Rest nicht, weil es mich nicht wirklich vom Hocker gerissen hat. Die Verfilmung war soweit ich mich erinnere nicht sehr erfolgreich. Vermutlich wirken die künstlichen riesigen Raketenwürmer für unsere heutigen Sehgewohnheiten wie der Vulkanausbruch des Krakatoa.

ROMA

Der Film ging völlig an mir vorbei. Keine Ahnung, was ich da erwarten soll. Vielleicht eine Entdeckung?

APOCALYPSE NOW

Nie gesehen. Höchste Zeit, das nachzuholen. "Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen".

70mm Filmfestival in der Schauburg, Karlsruhe

Neue Podcastfolge online: Der blaue Brief

Wer mein Blog nicht im Podcatcher hat (was ist das denn?): es gibt eine neue Folge im Podcast Klausgesprochen.

»Der blaue Brief«, eine Kurzgeschichte vom Blog »Geschichten und Meer«.

Normalerweise mache ich die Anmoderation frei; in diesem Fall hatte ich mir vorher alles aufgeschrieben, damit alles »auf dem Punkt« ist.

Aufnahme, Text- und Musikschnitt haben für diese knapp 12 Minuten Podcast etwa anderthalb Stunden gedauert. Nicht gerechnet die Vorbereitungen wie die Suche nach einer passenden Musik (Danke, Rahel!), die Leseproben, das Nachdenken, wie der Text am besten zu lesen sei.

Hoffe die Geschichte gefällt Euch bzw. regt Euch zum Nachdenken an. Mich hat sie jedenfalls voll erwischt.

Was braucht man für einen Podcast?

"Ein Freund von mir möchte zusammen mit mir einen Podcast machen. [...] Was braucht man?"

Als Erste Hilfe hatte ich die Links meines Namensvetters geschickt:

Der Namensvetter findet sich auch auf Twitter unter https://twitter.com/KBMusicmc

Vielen Dank!

Jetzt die ausführliche Antwort von mir im Blog:

It depends.

  • Mikrofon
  • Aufnahmegerät
  • Webspace
  • RSS-Feed mit allem, was sich Podcatcher wünschen
  • Feed bei itunes (das war zumindest früher am wichtigsten, gibts das noch?), fyyd.de, podcast.de, stitcher und Co anmelden, damit er gefunden wird. Früher (?) galt, wenn der Podcast bei iTunes angemeldet ist, kann man den Rest vernachlässigen.

Über jeden dieser Punkte könnte man ein Buch verfassen. Ich schwafle mal einfach drauf los.

Man kann ein USB-Mikrofon nehmen, hat den Vorteil, dass man sonst nichts braucht. Einfach über USB in den PC einstöpseln, fertig. Einige haben auch noch einen Kopfhöreranschluss.

Eine andere Lösung wäre ein Interface wie z. B. das Focusrite Scarlett 2i2 mit Anschlussmöglichkeit für 2 Mikrofone über XLR oder Klinkenstecker (Klinke will man aus Gründen, die ich vergessen habe nicht), Ausgang USB.

Nachteil: kostet mehr. Vorteile: die Wandler sind (hoffentlich) besser als die in USB-Mikrofonen, man kann 2 Mikrofone anschließen. Wenn man sich andere Mikrofone kauft, kann man das Interface weiternutzen.

Es gäbe auch die Alternative eines Handheldrecorders. Der Podcast "Hörgestalten" von der Lauscherlounge wird mit einem Zoom H4N Pro aufgenommen.

Ich hab schon lange einen Tascam DR40. Hab mal schnell eine Demoaufnahme gemacht, die ich hier einbinde. Klingt gar nicht übel. Abgesehen vom leichten Rauschen auf dem rechten Kanal, für das ich die Ursache noch nicht gefunden habe (für die Feedleser: das wird evtl. nur auf der Webseite richtig angezeigt).

Herunterladen als mp3-Datei.

Manche High-End-Podcaster wie Tim Pritlove schwören auf ein Beyerdynamic-Headset. Was nicht mein Ding ist, weil teuer (naja, im Vergleich zu Schoeps nicht wirklich) und weil ich beim Sprechen lieber keinen Kopfhörer trage.

Wichtiger Hinweis: wenn der Raum hallig wie ein Bad ist, klingt die Aufnahme schlecht. Je besser das Mikrofon, desto eher hört man die Schwächen des Raums bis hin zum Husten des Briefträgers am Tor.

Außerdem komprimiert man die Aufnahme fürs Internet üblicherweise auf 128 kbit/s, damit verliert man sowieso einiges an Sound. Was bei billigen Kopfhörern weniger auffällt als bei teuren.

Podcasts sind ja eigentlich sowas wie Audio-Blogs. Deshalb nutzen viele Wordpress. Entweder direkt bei Wordpress oder auf eigenem Webspace.

Mit dem Bloghosten bei Wordpress habe ich keine Erfahrung; Vorteil ist sicher, dass man sich um wenig kümmern muss.

Die mp3-Dateien lädt man ins Blog hoch (so wie z. B. Fotos).

Es gibt verschiedene Plugins für Wordpress, die daraus Podcast-Feeds erstellen.

Achso, was ist ein Feed? Wenn man den Podcast nicht direkt über die Webseite hört, verwendet man üblicherweise eine sog. Podcatcher-App auf dem Handy. Die "fragt" regelmäßig die Webseiten der abonnierten Blogs auf neue Folgen ab, bzw. liest die Daten im Feed.

Eigentlich ist das so ähnlich wie beim Blog, für das es auch Feedreader gibt. Nur dass Apple damals eine Menge zusätzliches Zeug in die Audio-Feeds mit eingebaut hat, die abgefragt werden.

Also für diese Verteilung braucht man ein Plugin, das einen Feed erstellt. Ich hab einfach geschaut, was Leute wie Tim Pritlove oder "Die Lage der Nation" verwenden und festgestellt, dass da überall die Tools von https://podlove.org verwendet werden.

Alternativ kann man den Feed auch über feedburner von Google erstellen lassen, das nutzen z. B. die Damen von ClueWriting.

Vorteil: Die Google-Suche kennt neue Folgen sofort. Nachteil: Wenn Google irgendwann beschließt, den Feedburner-Service einzustellen (was ja nicht selten vorkommt, dass Google etwas einstellt), verlieren die Podcatcher ersteinmal die Verbindung zu Deinem Podcast, weil sie ja über die xxxx.feedburner.com Adresse zugreifen, statt direkt auf Deinen Kram.

Zum Schnitt nutze ich Audacity. Als Nachbearbeitung verwende ich Compressor, Verstärkung und neuerdings einen Limiter, weil aus mir (noch) nicht verständlichen Gründen beim Zusammenrühren aller Spuren für den Podcast manchmal im Ergebnis plötzlich Übersteuerungen drin sind.

Früher habe ich auch ein bisschen EQ genutzt, das lasse ich lieber, weil ich keine Ahnung und zu schlechte Ohren dafür habe.

Fun fact: David Nathan atmet relativ laut. Das ist mir erst im Hörgestalten-Podcast beim "Lesungsteil" aufgefallen. Auf Anfrage dort bekam ich zur Anwort, dass die bei Hörbüchern immer einen Expander einsetzen, um das zu reduzieren. Beim Podcast anscheinend nicht.

Leider scheint es keinen Expander für Audacity zu geben :-/

So, jetzt hoffe ich, dass ich Dich mit diesem unstrukturierten Geschwafel nicht erschlagen habe.

Als Infoquelle könnte ich noch das Podcaster-Forum Sendegate und das Hörspielforum Hoer-talk.de empfehlen.

Und den Youtube-Channel vom Booth Junkie

Bei Fragen einfach fragen ;-)

Dunkle Begegnungen

*** Werbung in eigener Sache ***

Freue mich gerade wie ein Schneekönig.

Angefangen hatte es mit einem Tweet von Ani im Mai:

Tweet

Ich habe mich gemeldet, eine Sprechprobe geliefert und jetzt gibt es das Ergebnis :-)

Ein großes Dankeschön an Nadine, Jana, Ines und alle Beteiligten!

Die Kurzgeschichtensammlung »Dunkle Begegnungen«, geschrieben von Jana Oltersdorff, ist jetzt als Hörbuch erhältlich.

Mit zwei von mir gelesenen Kurzgeschichten (wirklich sehr kurz, nur ca. 3 Minuten).

Das von der Hörbuchmanufaktur Berlin produzierte Werk gibts bei Audiamo.de oder bei Audible

Als Taschenbuch oder E-Book ist es bei Amazon erhältlich (Nein, das sind keine Affiliate-Links. Für die paar Cent mache ich diesen Zirkus nicht mit).

Dunkle Begegnungen

»Dunkle Begegnungen«
- Unheimliche Geschichten -
geschrieben von Jana Oltersdorff
gelesen von Max Hoffmann, Marta Kindermann, Juliane Hempel, Nadine Most, Omid-Paul Eftekhari, Eric Dearnley, Klaus Neubauer und Björn Sülter.

Im Internet weiß niemand, dass du ein Hund bist

Aus aktuellem Anlaß mache ich eine Twitterpause. Vielleicht lasse ich auch ganz die Finger davon, aber das ist unwahrscheinlich. Twitter ist ähnlich wie Rauchen: jeder weiß, dass es schädlich ist und macht es trotzdem.

Dazu noch folgende ungeordnete Gedanken:

In meinem ersten Buch zum Internet vor Jahrzehnten von Peter Klau stand: »Schreib nichts über dich ins Internet, was du nicht in der Zeitung lesen willst.«.

Früher: Du zeigtest Deinen Bekannten Urlaubsdias und das wars. Heutzutage: Fotos im Internet kann jedermann auf der ganzen Welt für alle Ewigkeit speichern, verfremden, was-weiß-ich.

In der Komödie »Ein Goldfisch an der Leine«, Originaltitel »Man’s Favorite Sport?« mit Rock Hudson gehts um einen Verkäufer, der sich einen Namen als Berater für Angler gemacht hat. Irgendwann wird er zu einem Angelwettbewerb eingeladen. Das Problem: er hat nie im Leben einen Fisch gefangen, er ist nur in der Theorie perfekt. Er wird trotzdem hingeschickt und gewinnt dank Helferinnen und aberwitziger Zufälle. Anschließend gesteht er den anderen Teilnehmern alles und will den Preis zurückgeben. Nach betretenem Schweigen kommen alle überein, dass er trotz allem den Preis verdient hätte.

So etwas scheint nur im Film zu funktionieren. Die Realität ist eher wie eine griechische Tragödie. Jeder hat es kommen sehen, keiner konnte es verhindern.

Machs gut, Sophie.

PS: Eine wichtige Seite im Internet: realfakes - Über Fakes im Internet. Mit Ratschlägen und Unterstützung für *beide* Seiten.