Login verlangsamen

Weil ich gerade einen entsprechenden Beitrag gelesen habe: Ihr solltet bei Euren Login-Systemen dafür sorgen, dass die nach falsch eingegebenen Daten langsamer werden.

Es gibt eine Menge Leute da draußen, die ständig Programme laufen lassen, die Webseiten auf Fehler abklappern. Oder den Zugang probieren mit Passwortlisten.

Unsere Bandseite wurde tatsächlich einmal gehackt. Allerdings waren wir so dumm, ein Passwort zu verwenden, das im englischen Wörterbuch steht. Und keine Ziffern oder Sonderzeichen enthielt. Und weil es dort keine Zeitbegrenzung beim Passwortprobieren gab.

Für WordPress gibt es viele Lösungen, einfach nach „Limit Login Attempts“ suchen. Habs bei mir ziemlich streng eingestellt: nach 2 Fehlversuchen wird man für 30 Minuten ausgesperrt, nach 3 Aussperrungen wird man 24 Stunden gesperrt.

Eine gute Ergänzung ist ein Plugin zur 2-Faktor-Identifizierung. Dann muss man zusätzlich zum Passwort eine auf dem Smartphone ermittelte Zahl eingeben. Das kann nerven. Bei allen Online-Shops habe ich das – wenn möglich – aktiviert.

Das sind alles Maßnahmen nach dem „Käsescheiben“-Prinzip. Wen ich genug löchrige Käsescheibletten aufeinanderlege, wirds trotzdem irgendwann dicht 😉 Soll heißen: jede Maßnahme hat ihre Schwächen, in Summe wird der Schutz üblicherweise besser.

Hängt immer auch davon ab, gegen wen Ihr Euch schützen wollt. Wenn die NSA hinter Euch her ist, müsst ihr alles verbrennen und nach Moskau ziehen. Gegen alles andere finden sich einfachere Mittel 🙂

Radfahren

Das neue Jahr fängt wenigstens sportlich an. In der ersten Kalenderwoche 2 kleine Runden gefahren, heute bei strahlendem Sonnenschein (und knapp einem Grad) eine schnelle Runde zum Baumarkt im Nachbarort.

Bei den Klamotten muss ich mich langsam umschauen; war heute mit Softshell- und Regenjacke aber immer noch mit Jeans unterwegs. Für solche Kurztripps ist das ok, für längere Fahrten muss nun doch eine Radhose her.

Ich mit Sonnenbrille

Erste Ausfahrt seit Oktober

Endlich fit genug für eine kleine Ausfahrt, blendendes Wetter und eine funkelnagelneue Jacke, die unbedingt eingeweiht werden musste. Das Mobiltelefon hatte ich dabei – die Maske natürlich vergessen. After all this time.

Die Werft in Germersheim steht seit Jahrzehnten leer. Wurde in irgendeinem Tatort mit Frau Odental als Kulisse genutzt, als sie noch besser in Schuß war. Jetzt wird sie anscheinend abgerissen. Da stehen nur noch die tragenden Wände.

Aus dem Bildarchiv: Ack van Rooyen und Jiggs Whigham

Für das Neujahrskonzert der Blue note Big Band am 1. Januar 2011 hatten wir unter dem Motto „Peter Herbolzheimer and more“ gleich drei langjährige Mitglieder von Peters Rhythm Combination & Brass als Gäste: Ack van Rooyen, Jiggs Whigham und John Ruocco.

Beim gemeinsamen Workshop zwischen Weihnachten und Neujahr hatte ich dieses Foto während der Probe gemacht, vom Platz aus dem Saxophonsatz. Nikon F90, ich glaube mit dem 85mm Objektiv, auf Ilford Negativfilm.

Am Neujahrsmorgen stand ich dann in der Dunkelkammer, um den Film zu entwickeln. Und um Abzüge zu machen, um die zum Konzert mitzunehmen, zu verschenken und signieren zu lassen.

Ein unvergessliches Konzert, ebenso die Silvesterfeier zuvor mit Ack und John. Um Mitternacht hat Ack persönlich die Geburtstagstorte angeschnitten, denn er hat ja an Neujahr Geburtstag.

Am 18. November 2021 ist Ack van Rooyen gestorben.

Leiser

Nicht nur in den sogenannten „Sozialen“ Medien scheint der Ton immer rauer zu werden. Auch im „richtigen“ Leben scheinen Diskussionen kaum mehr möglich. Da wird zu Straftaten gegen engagierte Ärzte und Politiker aufgerufen, Impfgegner brüsten sich mit ihrem tollen Immunsystem und bezeichnen alle vorsichtigen Leute als Feiglinge. Trauriger Höhepunkt war der Tankwart, der erschoßen wurde, weil er auf die Einhaltung der Maskenpflicht hinwies.

Mittlerweile habe ich eine Schere im Kopf. Wenn ich dies schreibe, fühlen sich die einen beleidigt, bei jenem die anderen – schließlich habe ich auf Twitter mit dem Schreiben aufgehört bzw. nur noch bei einem sehr kleinen Bekanntenkreis Antworten geschrieben.

Ich bin nur noch entsetzt.

Während Ärzte und Pflege, Rettungsdienst und neuerdings auch Krematorien am Rad drehen, gibt es immer noch viel zu viele Leute, die der in der Menschheitsgeschichte am häufigsten verabreichten und dokumentierten Impfung skeptisch gegenüberstehen. Die Politiker spielen nur noch „Schwarzer Peter“.

Alles zusammen führt dazu, dass ich mich in mein Schneckenhaus zurückziehe und alles reduziere.

PS: Für meinen Podcast habe ich noch 3 tolle Geschichten, die ich hoffentlich demnächst endlich aufnehmen kann, sobald die Stimme das mitmacht. Sonst bin ich immer wieder mal bei Cluewriting.de zu hören.