Noise Gate in Audacity / Audio Bearbeitung

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Atmer – ein immerwährendes Thema. Meine Sprecherzieherin meinte immer: einfach leise atmen. Langsam lesen, lange Pausen, geräuschlos atmen.

Seitdem ich einmal eine unbearbeitete Passage von David Nathan gehört habe weiß ich – der atmet sehr laut hörbar. Im Endprodukt ist das nicht mehr drin.

Für mein Audacity habe ich lange nach einem passenden Plugin gesucht, irgendwann aufgegeben und alles manuell korrigiert. Das ist der Nachteil des besseren Audiointerfaces: es klingt nicht nur besser, es zeichnet auch gnadenlos alle, wirklich ALLE Nebengeräusche auf.

Per Zufall bin ich neulich über das Plugin „Noise Gate“ gestolpert. Über Google fand ich diese Anleitung für Windows, die auch nicht mehr ganz aktuell ist: https://multimediatoolkit.de/atemgeraeusche-stoergeraeusche-entfernen-einfach-mit-audacity-tutorial-german/

Aktuell findet sich das Plugin auf folgender Webseite:
https://plugins.audacityteam.org/nyquist-plugins/effect-plugins/dynamics-processing

Bei Debian Linux Vers. „Bookworm“ lädt man dass herunter ins Verzeichnis /usr/share/audacity/plug-ins

Findet man danach in Audacity Version 3.2.4 unter Effekt / Steve Daulton / Noise Gate

Die Einstellung wird in dem oben genannten Tutorial geschildert. Wobei es anscheinend am besten ist, wenn man so viel wie möglich herumprobiert und mit den Parametern spielt.

Boah, das spart mir künftig hoffentlich einen Haufen Arbeit.

Nachtrag, quick + dirty: beim ersten Einsatz genutzte Werte von oben nach unten: -25, 0, -20, 10, 50, 500 (sonst klingts abgehackt)

Wenn das Android-Update den Ausschaltknopf des Fairphones verschwinden läßt

Seit dem letzten Update funktionierte bei meinem Fairphone 4 der Ausschaltknopf an der Seite nicht mehr. Man konnte das Telefon noch damit ein- aber nicht mehr ausschalten. Stattdessen erschien der Google-Sprachassistent und wollte mit einem Mustersatz trainiert werden.

Zum Glück hatte ich eine Alternative gefunden: vom oberen Rand nach unten wischen, neben dem Zahnrad für Einstellungen war plötzlich ein neues Symbol zum Ausschalten oder Neustarten. Hatte keine Lust, das Internet nach Lösungen zu durchsuchen und nur kurz den Kopf geschüttelt, dass man einen üblichen, vorhandenen (wie nenne ich das?) Hardware-Knopf plötzlich umbelegt.

Die Frage ist dann schließlich im Fediverse aufgetaucht und dann gab es auch eine Lösung. Man ruft die Einstellungen auf, geht auf System / Gesten und Bewegungen / Ein-/Aus-Taste gedrückt halten. Dort kann man die Auswahl zwischen „Digitaler Assistent“ und „Ein-/Aus-Menü“.

Witzbolde.

Danke an @Ingo_FP_Angel@social.tchncs.de für den Hinweis auf den Forenbeitrag https://forum.fairphone.com/t/software-update-fp4-tp1v-c-073-20230905-upgrade-to-android-13/100840/67?

Firefish: ALLE Boosts ausblenden

Merkzettel für mich: man kann bei Firefish über CSS alle Boosts ausblenden:

Man gehe auf
Einstellungen / Farbverwaltung / Benutzerdefiniertes CSS

und trägt dort

.list .notes .renote {
display: none;
}

ein.

Ich wollte es ja nicht glauben, aber das funktioniert!

Tausend Dank an https://skyland.social/@sky bzw. https://firefish.social/@box464 🙂

PS: anscheinend muss man das auf jedem Gerät machen.
Ach so, wer wissen möchte, um was es überhaupt geht, kann sich in diesem Artikel schlau machen: https://gnulinux.ch/fediverse-serie-calckey-firefish-kommunikation-im-fediverse-auf-einem-neuen-level%C2%A0 – Firefish ist ein Dienst im Fediverse, mit dem man auch mit allen Mastodon-Benutzern interagieren kann. Nur in schick und bunt und endlosen Einstellmöglichkeiten 😉

Bastelstunde Schriften

Screen Shot Webseite Klausgesprochen.de

Über Typographie und Schrift im Internet gibt es unzählige Bücher und genauso viele Klagen. Nachdem mich die Schriftart im Podcast schon immer ein bisschen genervt hat, habe ich mich (wieder einmal) mit dem Thema beschäftigt.

Dabei waren die Einstellungen gar nicht schlecht: es war gar keine feste Schriftart vorgegeben, d. h. es wurde die Schrift genommen, die beim Seitenbesucher in seinem Gerät als Default eingestellt war. Eigentlich eine gute Idee: man spart sich den Aufwand der Definition und der Besucher sieht es so, wie er will. (Note to self: es gibt einen Unterschied zwischen „inherit“ und „system stack“)

Aber ach. Den meisten Benutzern ist das gar nicht bewußt. Ich hatte das selbst vergessen. Google Fonts ist eine interessante Lösung; leider kommt man damit in Datenschutzschwierigkeiten. Aber über Umwege geht es doch.

Dank der Anleitung „Adding local fonts“ für das bei mir genutzte Theme „GeneratePress“ habe ich jetzt einen altmodischen Schreibmaschinenfont eingebaut, der direkt von meinem Webspace ausgeliefert wird.

2 Haken: man muss die Schriftdateien per sFTP in WordPress hochladen, weil ein Import über den Medienbereich aus Sicherheitsgründen gesperrt ist. Und ich war zu doof, den Font Manager in GeneratePress zu finden. Weil ich damit auch nicht den Schalter für „lokal, nicht von Google“ für die Schriftdateien fand, habe ich die Schrift im CSS kurzerhand umbenannt in „Schreibmaschine“.

Ich wollte den Schriftsatz sowieso nur auf größeren Bildschirmen anzeigen lassen, so dass ich mit den folgenden CSS-Ergänzungen (GeneratePress / Customizer / zusätzliches CSS) auskomme:

blockquote {background-color: #e9f1f5;
font-style: italic}
body {
    -ms-hyphens: auto;
    -webkit-hyphens: auto;
    hyphens: auto;
}
/* special-elite-regular - latin */
@font-face {
  font-display: swap; /* Check https://developer.mozilla.org/en-US/docs/Web/CSS/@font-face/font-display for other options. */
  font-family: 'Schreibmaschine';
  font-style: normal;
  font-weight: 400;
  src: url('https://klausgesprochen.de/wp-content/uploads/special-elite-v18-latin-regular.eot'); /* IE9 Compat Modes */
  src: url('https://klausgesprochen.de/wp-content/uploads/special-elite-v18-latin-regular.eot?#iefix') format('embedded-opentype'), /* IE6-IE8 */
       url('https://klausgesprochen.de/wp-content/uploads/special-elite-v18-latin-regular.woff2') format('woff2'), /* Super Modern Browsers */
       url('https://klausgesprochen.de/wp-content/uploads/special-elite-v18-latin-regular.woff') format('woff'), /* Modern Browsers */
       url('https://klausgesprochen.de/wp-content/uploads/special-elite-v18-latin-regular.ttf') format('truetype'), /* Safari, Android, iOS */
       url('https://klausgesprochen.de/wp-content/uploads/special-elite-v18-latin-regular.svg#SpecialElite') format('svg'); /* Legacy iOS */
}
/* @media only screen and (min-width: 1024px) {
  h1, h2 {
    font-family: "Schreibmaschine";
  }
} */

h1, h2 {font-family: "Schreibmaschine"}

.main-title {font-family: "Schreibmaschine"}

Und wo ich schon dabei bin, for the record noch diese CSS-Ergänzung, die Blockquotes formatiert und für Silbentrennung sorgt:

blockquote {background-color: #e9f1f5;
font-style: italic}
body {
    -ms-hyphens: auto;
    -webkit-hyphens: auto;
    hyphens: auto;
}

Zumindest auf meinen Geräten sieht es passabel aus. Mal sehen, wie lange ich mir das ansehen kann, ohne dass es langweilig wird.

Das Schweizer Taschenmesser für eBooks: Calibre E-Book Management

Liegt schon lange kaum genutzt auf meinem Rechner: Calibre E-book management. Erst jetzt entdecke ich, was das für ein gutes und mächtiges Werkzeug ist.

Um z. B. nicht bei Amazon gekaufte Texte auf den Kindle zu bringen, hatte ich früher eine verwirrende Anleitung: Text in entsprechendes Format umwandeln, an meine persönliche Kindle-Adresse schicken, mit dem Kindle herunterladen. Einfach ist anders.

Zum Beispiel mit Calibre. Man verbindet den Kindle per USB-Kabel mit dem Rechner und kann mit Calibre einfach einen Text via Button „an Gerät senden“ ins passende Format unwandeln (automagisch je nach Gerät!) und übertragen. Yay! Das hätte ich mal früher entdecken sollen.

Außerdem kann man in Calibre Texte in vielfältigen Formaten verwalten. Umwandeln. Metadaten pflegen und so weiter und so fort. Gibt auch ein Handbuch auf Deutsch: Calibre Benutzerhandbuch.

Wie gesagt, ich bin noch beim Entdecken. Ist aber lange her, dass mich eine Software so begeistert hat. Was auch gehen soll, in meiner betagten Version (Debian Linux, Sie wissen schon) leider nicht, ist das Lesen von KFX-Dateien vom Kindle.

Gibts für Windows, Mac, Linux und in einer portablen Version. Prima.

PS:
Weil ich es mir selber nicht merken kann, hier eine eBook-Formatliste:

  • ePub – Tolino, Kobo
  • mobi – altes, auf vielen Readern lesbares Format
  • AZW – Kindle
  • AZW3/KF8 – Kindle, neueres Format

Firefox Add ons

Ich benutze seit langem Firefox als Browser. Richtig Spaß macht das nur mit den entsprechenden Add Ons. Hier eine Liste, was ich aktuell installiert habe:

  • uBlock Origin
  • Privacy Badger
  • I don’t care about cookies
  • Feedbro
  • Facebook Container
  • Easy Screenshot
  • Decentraleyes

Login verlangsamen

Weil ich gerade einen entsprechenden Beitrag gelesen habe: Ihr solltet bei Euren Login-Systemen dafür sorgen, dass die nach falsch eingegebenen Daten langsamer werden.

Es gibt eine Menge Leute da draußen, die ständig Programme laufen lassen, die Webseiten auf Fehler abklappern. Oder den Zugang probieren mit Passwortlisten.

Unsere Bandseite wurde tatsächlich einmal gehackt. Allerdings waren wir so dumm, ein Passwort zu verwenden, das im englischen Wörterbuch steht. Und keine Ziffern oder Sonderzeichen enthielt. Und weil es dort keine Zeitbegrenzung beim Passwortprobieren gab.

Für WordPress gibt es viele Lösungen, einfach nach „Limit Login Attempts“ suchen. Habs bei mir ziemlich streng eingestellt: nach 2 Fehlversuchen wird man für 30 Minuten ausgesperrt, nach 3 Aussperrungen wird man 24 Stunden gesperrt.

Eine gute Ergänzung ist ein Plugin zur 2-Faktor-Identifizierung. Dann muss man zusätzlich zum Passwort eine auf dem Smartphone ermittelte Zahl eingeben. Das kann nerven. Bei allen Online-Shops habe ich das – wenn möglich – aktiviert.

Das sind alles Maßnahmen nach dem „Käsescheiben“-Prinzip. Wen ich genug löchrige Käsescheibletten aufeinanderlege, wirds trotzdem irgendwann dicht 😉 Soll heißen: jede Maßnahme hat ihre Schwächen, in Summe wird der Schutz üblicherweise besser.

Hängt immer auch davon ab, gegen wen Ihr Euch schützen wollt. Wenn die NSA hinter Euch her ist, müsst ihr alles verbrennen und nach Moskau ziehen. Gegen alles andere finden sich einfachere Mittel 🙂

Update auf Debian 11

Hatte ein paar Stunden Zeit und wollte die für Backups und Aufräumarbeiten nutzen. Und kam auf die Schnapsidee, mal schnell Debian von Version 10 auf 11 zu aktualisieren. Ich nutze aktuell 2 Rechner: einen älteren Desktop-Würfel (Cirrus7), den ich hauptsächlich nutze, und einen Tower ohne Lüfter für die Tonaufnahmen und Bearbeitung.

Normalerweise laufen diese Upgrades problemlos. Sicherheitshalber habe ich mit dem Tower angefangen; dort steckt eine SSD mit den Systemdaten drin und eine „konventionelle“ Festplatte mit den Daten.

Also letzte Updates eingespielt, die Paketquellen geändert und auf den Knopf gedrückt. Und dumm geguckt, als sich der Prozeß ziemlich am Ende verabschiedet hat, weil die Systempartition voll gelaufen war …

„WICHTIG: Bitte prüfen Sie vor dem Update, ob genug Speicherplatz zur Verfügung steht“

so stehts in den Installationshinweisen. Haha.

Habe dann versucht, Platz zu schaffen – ohne Erfolg. Also ein Backup meiner Dateien in home gemacht, ein Debian-Installationsimage auf meinem anderen Rechner auf CD gebrannt und munter neu installiert. Solange man sicher weiß, welche Festplatte man für die Neuinstallation platt machen kann, ist das kein Ding.

Anschließend die Handvoll Software nachinstalliert, die ich brauche (Mate-Desktop, Thunderbird, Audacity, KeePassXC, Gimp, gThumb, K3B, QWinFF, Okular und noch ein paar Kleinigkeiten).

Dann noch die Mailboxen in Thunderbird einbinden, fertig.

Naja, fast. Muss noch feststellen, wie ich meine externen Festplatten gemounted bekomme und wie doch gleich wieder Nextcloud konfiguriert werden muss. Zum Glück habe ich ja den Arbeitsrechner auf dem Desktop mit Debian 10.

Eigentlich wollte ich ja in Ruhe die neuen Kurzgeschichten zur Aufnahme vorbereiten. Tja.