Kategorie: Rad

40 km

Gestern am freien Tag zum ersten Mal 40 km mit dem neuen Rad gefahren. Wollte eigentlich nur mal die Navigation mit Komoot und Smartphone testen und bin durch die nächsten Dörfer gerollt. Die Einstellung „Gravelbike“ bei der Routenplanung schickt einem eher über ruhige Nebenstraßen.

Als ich umkehren wollte, stand da überraschend „Speyer 2 km“. Da musste ich natürlich weiterfahren und nachsehen, ob der Dom noch steht. Das Museumskaffee scheint leider die Corona-Maßnahmen nicht überlebt zu haben. Sehr schade. Der Kuchen war vorzüglich.

Keine Kniebeschwerden wie beim alten Rad mit dem kleineren Rahmen. Dank häufigem Griffwechsel am Rennlenker keine Handgelenkschmerzen. Nur leichtes Ziehen in den Ellbogen und eine Scheuerstelle, ähm, unter der Hose.

Da muss eine andere Lösung her; es empfiehlt sich anscheinend eine sogenannte Bibhose (= Latzhose) für Radler. Und die Navigation mit dem Smartphone in der Satteltasche 😉 ist überdenkenswert.

Neues Stahlroß

Fahrrad
vsf Fahrradmanufaktur Randonneur Sport

Weil Frau ein neues Rad wollte, hatte ich mich durch ein paar Ratgeber gelesen und dabei festgestellt, dass mein eigenes einen zu kleinen Rahmen hat. Das ist ein 56er Tourenrad von Villiger mit zum Kaufzeitpunkt sagenhaften 7 Gängen.

Nur eben so eingerichtet, dass ich mit der Fußspitze auf den Boden komme. Gut für den Stadtverkehr, schlecht für die optimale Leistung (siehe dazu Ergonomie ADFC NRW, bzw. Buch „Richtig sitzen – locker Radfahren – Ergonomie am Fahrrad“ von Juliane Neuß; Zitat zur Sattelhöhe: „Es heißt Rad fahren, nicht Rad stehen“).

Nachdem Gott und die Welt in der Corona-Zeit Fahrräder gekauft hatte und die Lager lotterleer sind, hatte ich die Hoffnung aufgegeben. Mark hatte mir zur Aufmunterung Links zu günstigen Gebrauchtstahlrädern für den kräftigen Herrn geschickt.

Da entdeckte ich bei Rad und Tat in Karlsruhe ein Randonneur Sport von der Fahrradmanufaktur mit 57er Rahmen. Eigentlich hatte ich mich eher nach dem Modell Randonneur Lite umgeschaut. Das hat einige Vorzüge, aber fast 12 Monate Lieferzeit (und kostet einiges mehr)

Weil ich mir unsicher war, ob ich mit dem Rennlenker und der geänderten Haltung zurechtkomme, habe ich eine ausgiebige Probefahrt gemacht. Und am nächsten Tag noch eine. Boah, der Verkehr in der großen Stadt ist – gewöhnungsbedürftig. Aber dieses Rad: das will rollen, einfach immer weiter und weiter …

Schließlich habe ich das „Sport“ gekauft, mit nachgerüstetem Gepäckträger und einem Scherenschloss samt Halterung. Und einer Satteltasche für den Krimskrams, den man so dabei hat. Und so ein kleines „Ratchet Kit“ von Lezyne für Unterwegs.

Das Rad ist eine Mischung aus allem: 37mm breite, feldwegtaugliche Reifen, Rennlenker, Nabendynamo mit Standlicht, vorne 3 Kettenblätter, Ständer, Gepäckträger. Passt.

Einzig der Sattel fühlt sich noch ungewohnt und bretthart an. Ich liebäugle ja mit einem Brooks-Sattel. Hm. Schaun’wer mal 😉