Neues Audiointerface

Was ist das denn?

Eine Schnittstelle. Einfach erklärt: auf der einen Seite stöpselt man Mikrophonkabel und Kopfhörer ein, auf der anderen Seite geht ein USB-Kabel zum Computer. Über eine entsprechende Software (z. B. Audacity) kann man damit Aufnahmen machen.

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Ganz am Anfang hatte ich Aufnahmen mit einem Handheld-Recorder gemacht. Um die Aufnahmen zu berabeiten, mussten die umständlich auf den Computer übertragen werden. Dann hatte ich ein gebrauchtes Tascam, dessen Bezeichnung ich vergessen habe. Lief unter Linux suboptimal.

Deshalb habe ich mir dann vor etlichen Jahren ein Focusrite Scarlett 2i4 gekauft. Auspacken, einstöpseln, funktioniert. Nur mittlerweile nicht mehr so richtig. Die Kopfhörerbuchse hat einen Defekt. Manchmal höre ich nur einen Kanal, manchmal gar nichts. Herumwackeln hilft, ist aber keine Lösung. Deshalb musste ein Ersatz her.

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Ich habe mich dunkel erinnert, dass mir zu Anfang von einem Toningenieur die Presonus Audiobox empfohlen worden war. Weil die damals mit Linux nicht so richtig zu laufen schien, hatte ich das Focusrite gekauft. Das schien sich mittlerweile geändert zu haben. Und weil die Audiobox USB 96 unschlagbar preiswert angeboten wird, habe ich die beim großen „T“ bestellt.

Ausgepackt, eingestöpselt, Audacity aufgerufen – funktioniert. So wünscht man sich das.

Vergleich

Ein Vergleich ist immer schwierig, wenn man vor dem Mikrofon steht und einen Text liest, erst mit dem einen Gerät, dann mit dem anderen. Die Entfernung zum Mikrofon ist nicht exakt gleich, der Winkel variiert. Ganz abgesehen von den Schwankungen beim Sprechen.

Mit dem teuren Kopfhörer und der nur verstärkten, sonst unbearbeiteten Sprachaufnahme fand ich den Klang der Presonus Audiobox transparenter, voluminöser. Insgesamt besser.

Nun stellt man aber keine unkomprimierten Audiodateien als Podcast zur Verfügung. Üblicherweise komprimiere ich die mp3-Dateien auf 128 kBit/s. Damit und mit meiner üblichen Podcast-Abhörkombination Handy / preiswerter Bluetooth-Kopfhörer klang das Presonus ein wenig schärfer, mehr mittig, „kälter“ als das Focusrite. Aber minimal und nur im direkten Vergleich für mich hörbar. Ich wette, dass der kleine Unterscheid den Zuhörern ohne Vergleichsmöglichkeit gar nicht auffällt. Und ich glaube, dass es für die Sprachverständlichkeit besser ist.

Fazit

Die Presonus Audiobox 96 „25th Anniversary Edition“ ist meiner bescheidenen Meinung nach für Sprachaufnahmen ein erstaunlich preiswertes Interface, das einen ordentlichen Klang liefert. Das einzige Manko ist die Kopfhörerbuchse, für die auf der Vorderseite kein Platz mehr war. Die dicht zusammenliegenden Drehregler sind ein bisschen fummelig.

Die mitgelieferte Software habe ich bisher nicht getestet, weil das unter Linux vermutlich nur mit erheblichem Aufwand geht und ich sie eigentlich nicht brauche.

3 Gedanken zu „Neues Audiointerface“

    • Ich finde auch die Focusrite-Geräte irgenwie wärmer im Klang.

      Bei den Buchsen war jetzt beim Focusrite Scarlett Solo vorn kein Platz mehr für den Mikrofonstecker. Nun denn.

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